Meditations - Akademie

Lernen zu lernen

 

Lernen wir,

wenn wir bedenkenlos Wissen von anderen nachplappern?

 

Sind wir dazu abgerichtet,

übernommene Informationen stupide wiederzukäuen, oder den Papagei zu spielen?

 

Ist es nicht eine grausame Dressur,

zu einem Spezialisten abgerichtet zu werden?

Sind wir nicht als Spezialisten borniert,

entfremdet vom Leben und beziehungslos zum Ganzen?

 

Haben wir nicht ständig Angst davor,

etwas Falsches zu sagen oder zu machen?

 

Wollen wir nicht immer etwas erreichen,

darstellen oder jemand sein?

Kann jemand mit der Angst im Nacken lernen?

Offensichtlich nicht.

 

Oder halten wir Einpauken, Kreuzworträtsel-Lernen,

sich anpassen,

Auswendiglernen von "Wissen (= Informationen)" etwa für lernen?

Ist das nicht eine oberflächliche und recht bedeutungslose Angelegenheit?

 

Kann sich Lernen ereignen

mit einem trägen und schlappen Geist,

einem Gefangenen,

welcher u.a. der Erschöpfung, der Faulheit,

der Gier, dem Neid, der Ungeduld oder der Angst erlegen ist?

 

Unser Geist,

ist durch Langeweile und Routine abgestumpft

und befindet sich im Dauerschlaf.

Das ist unser Normalzustand,

unser Tagesbewusstsein.

 

Wir lernen nicht unmittelbar aus unserem Denken, Fühlen und Handeln heraus, aus dem wie wir wirklich sind. Deshalb nehmen wir in der Regel eine Situation nicht so gewahr, wie sie wirklich ist, sondern wie sie sein sollte, also wie wir sie uns denken, einbilden, vorstellen oder wünschen, dass sie sei. Diese Unfähigkeit zur Achtsamkeit und Aufmerksamkeit ist Nicht-Lernen. Dieser Mangel ist der Grund für Verwirrung und Chaos in uns und in der Welt. Daraus entsteht unser krankes "Ich".

 

Wir müssen wieder lernen zu Lernen, um die Entwicklung der inneren Kraft und die Evolution unseres Bewusstseins zu fördern, um unser "wahres Ich" zu finden. Lernen kann aus unserer Sicht nur in Muße stattfinden, von Augenblick zu Augenblick, wenn unsere ganze Aufmerksamkeit vorhanden ist.

 

Mit einem "gesunden, ganzen Ich" können wir - ohne Trauer, Angst und Zweifel - in dieser monströsen Welt ein spirituelles Leben zu leben anstreben und durch unser gelebtes Beispiel anderen helfen. Das lernen und üben wir.

 

Was ist, das ist.

Was nicht ist, ist nicht.

Alles ist.